St. Johannis – Die Kulturkirche

Max-Brauer-Allee

Gottesdiensts, jeden ersten Sonntag im Monat um 12.00 Uhr

Zum Profil der St. Johanniskirche gehörte schon seit Jahren das große kulturelle Angebot. Der Pacht- und Kooperationsvertrag mit der Kulturkirchen-GmbH hat dafür gesorgt, dass Einnahmen aus Vermietungen (die teilweise mit Kultur im engeren Sinne nicht so sehr viel zu tun hatten) zur Rücklagenbildung für die Substanzerhaltung der St. Johanniskirche verwendet werden konnten. Zudem hat die Kulturkirchen-GmbH Konzerte und Theaterprojekte großzügig unterstützt. Freilich, für unsere Kirchengemeinde war diese Kooperation ein Kompromiss; denn wir haben die ausschließliche Verfügungsgewalt über dieses Gebäude verloren, da es nicht mehr nur für kirchliche Zwecke genutzt werden konnte.

2011 sind wir noch einen Schritt weiter gegangen – auch dank des innovativen Geistes der GmbH. Angesichts eines strukturellen Defizits von etwa € 150.000 bei einem Haushaltsvolumen von ca. € 1,2 Mio. hat sich der Kirchenvorstand entschlossen, das Angebot der Kulturkirchen-GmbH anzunehmen, das gesamte kulturelle Engagement an St. Johannis zu übernehmen. Das hat jedoch weit reichende Konsequenzen vor allem für Mike Steurenthaler und den Chor St. Johannis: Der Chor ist zwar nach wie vor ein Chor der Gemeinde, singt auch in Gottesdiensten und bei kleineren Veranstaltungen, und Mike Steurenthaler probt und leitet als Mitarbeiter der Gemeinde weiterhin den Chor; er ist jedoch nur noch mit 14 Wochenstunden bei der Gemeinde angestellt. Die Oratorienkonzerte und Musiknächte finden nach wie vor statt, werden nun jedoch ausschließlich von der GmbH organisiert und finanziert.

Die Kirchengemeinde ist durch dieses Konstrukt nicht nur entlastet von 16 Stunden Musiker-Gehalt sondern auch von den Kosten, die Orchester und Solisten nun einmal verursachen – und auch verursachen müssen, wenn weiterhin auf dem bisherigen Niveau musiziert werden soll. Zudem zahlt die Kulturkirche Pacht und anfallende Nebenkosten, und die Kirchengemeinde spart bei Organisation und Büro (Kartenverkauf und Abrechnung).

Jeden 1. Sonntag im Monat ist also Gottesdienst, und weitere 12 Tage stehen der Kirchengemeinde zur eigenen Nutzung zur Verfügung. Das ist nicht viel, fordert aber zur Konzentration heraus.

Pastor Dr. Friedrich Brandi-Hinnrichs

 


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